Infrarotheizung

Infrarot-Heizstrahler senden Lichtwellen oberhalb des sichtbaren Lichtspektrums, im Infrarotbereich, aus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern, die die umgebende Raumluft als wämespeicherndes Medium erwärmen, wärmen Infrarot-Heizstrahler direkt Personen und Gegenstände, auf die sie gerichtet sind. Dies könnte man am ehesten mit den wärmenden Sonnenstrahlen vergleichen. Da Infrarot-Heizstrahler nicht die Umgebung erwärmen, sind sie auch für den Einsatz im Garten optimal.
Die elektromagnetischen Wellen im Bereich unter dem roten Licht versetzen Moleküle in Schwingungen, die dadurch Energie freisetzen, die vom Menschen als Wärme empfunden wird. Forscher haben herausgefunden, dass Infrarotstrahlen positiv auf den Menschen wirken, denn sie dringen tief in den Körper ein und erwärmen ihn von innen heraus.
  Infrarotheizungen heizen die Wänden des Hauses auf, die diese speichern und nach und nach als wohlige Wärme abstrahlen. Kalte Hausmauern und warme Raumluft, die unter anderem für die Kondenswasser- und Schimmelbildung verantwortlich sind, gehören mit der Infrarotheizung der Vergangenheit an.
Infrarotheizungen benötigen für den Anschluss nur eine Steckdose. Der flache Heizkörper wird an die Wand oder Decke montiert und integriert sich dank seiner Farb- und Formenvielfalt quasi unsichtbar in das Interieur. Infrarotheizkörper gibt es als Spiegel, als attraktives Designer-Wandbild oder modernen Glaskörper für die Wandmontage. Erhältlich sind auch Standheizungen, Heizstrahler, Fußbodenheizung oder als Heizmatte.
Die Infrarotheizung bietet verschiedene Vorteile gegenüber herkömmlichen Heizungsarten. Sie sind energiesparend, einfach zu montieren und wartungsfrei, strahlen nach dem Einschalten sofort Wärme ab (keine Vorheizungszeit), wirbeln keinen Staub auf, was vor
allem für Allergiker wichtig ist, sind platzsparend, da die ultraflachen Infrarotstrahler an der Wand oder Decke montiert werden und strahlen eine wohltuende Wärme ab, die Mediziner auch mit einem Wellness-Effekt vergleichen. Die günstigen Anschaffungskosten, die lebenslange Wartungsfreiheit und der geringe Energieverbrauch machen Infrarotheizungen zur Heizung der Zukunft. Infrarotheizungen sind in jeder Immobilie einsetzbar und unabhängig von Heizöl und Erdgas. Infrarotheizungen benötigen etwa 30% des Energieverbrauchs einer Nachtspeicherheizung. Auch gegenüber Gas- und Ölheizungen sind die Einsparungen bei gleicher Heizleistung signifikant.
Infrarotstrahler kommen in verschiedenen Gebieten zum Einsatz wie zum Beispiel auf Außenterrassen in der Gastronomie, in industriellen Bereichen wie Werkstätten und Produktionshallen, als Deckenheizung für Lagerhallen, Sportstätten oder große Ausstellungsräume, in Privathäusern, Wintergärten, Ferienwohnungen und Hotels. Ausreichend dimensioniert können sie als alleinige Heizform arbeiten. Möglich ist auch der Einsatz in der Übergangsjahreszeit, wenn sich der Einsatz der konventionellen Heizanlage aufgrund der Außentemperaturen noch nicht lohnt. Selbst mobile Infrarotheizungen sind mittlerweile erhältlich.
Infrarot-Heizsysteme sind allen konventionellen Heizmethoden wie elektrischen Heizungen, Öl- und Gasheizungen oder Wasser-Wärmepumpen in ökologischer und ökonomischer Hinsicht überlegen.